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19.07.2017

Drei Gynäkologen - ein Myom:

Blutungsstörungen mit Blutarmut und Unterbauchschmerzen sind typische Symptome gutartiger Muskelknoten der Gebärmutter. Darunter litt auch die Patientin, die wir am Dienstag operierten. Geplant war eigentlich eine komplette Entfernung der Gebärmutter. Nachdem aber das riesige Myom entfernt war, zeigte sich das restliche Organ unauffällig, sodass es verbleiben konnte. Zu dritt sind wir deshalb, weil immer ein Assistenzarzt oder eine Assistenzärztin aus Lima für eine Rotation bei uns in Curahuasi im Einsatz ist. Durch dieses kontinuierliche Investment in die Ausbilung peruanischer Gynäkologen möchten wir einen Wissenstransfer in die Bevölkerung sicherstellen. Außerdem operiert es sich mit mehr Händen leichter!

25.06.2017

Der Ernstfall ist eingetreten! Tim war am Wochenende bei einem schweren Unfall mit mehreren Verletzten im Einsatz. Er hatte vorher großen Respekt vor so einer Situation unter den hier gegebenen Umständen. Es lief aber sehr gut. Das Team war kompetent und motiviert und die Hinzugerufenen waren rasch zur Stelle. Trotz der Sprachbarriere hatte Tim das Gefühl, auch dank der guten Zusammenarbeit unter einander im Ärzteteam (in solchen Fällen werde alle hereingerufen), gut zurechtzukommen. Es ist toll, dass alle Diospi-Mitarbeiter in solchen Fällen im Rahmen einer Gebetskette informiert werden und sofort beten. Das spürt man wirklich.
Hier ein Bericht darüber auf der Diospi-Homepage:
www.diospi-suyana.de/der-unfall-in-der-daemmerung/

22.06.2017

Das Aufwachsen in einer fremden Kultur hält für Kinder im Ausland tätiger Eltern besondere Herausforderungen bereit - hier in Peru ist es zum Beispiel das "Marschieren". Zu besonderen Anlässen ist es hier üblich, dass die Schulen und andere Organisationen auf dem Plaza de Armas (am vergangenen Sonntag sehr schön festlich dekoriert) aufmarschieren. Uns mutet das sehr militärisch an. Für die Peruaner ist es Ausdruck des Stolzes auf ihr Land und eben beispielsweise ihre Schule. Anlässlich des Geburtstages der Diospi-Suyana-Schule durften nun zum ersten Mal auch Sem und Joah mitmachen - und hatten (zeitweise...) sogar Spaß dabei!

10.06.2017

Ein Curahuasi-Samstag

Nach einer besonders in der Gynäkologie sehr arbeitsreichen Woche haben wir es alle genossen, heute frei zu haben. Zumindest, nachdem Tim um 11 Uhr aus der Klinik zurückkam und nachdem Miriam, Sem und Joah bei der alljährlichen Müllsammelaktion der Schule mitgeholfen hatten.

Freunde hatten unser Auto ausgeliehen und uns dafür ihr Quad überlassen. Wir hatten viel Spaß damit! Besonders Sem und Joah waren natürlich begeistert und kletterten den halben Tag darauf herum, machten mit Papa Spritztouren, und nachmittags fuhren wir tatsächlich zu fünft spazieren.

Zum Kaffee gab es einen Blaubeer-Hefezopf. Wir machen hier viel mehr selbst als in Deutschland. Zum Beispiel auch Joghurt aus der Milch, die uns eine Curahuasina zwei Mal die Woche liefert (von Kühen aus unserer Nachbarschaft).

20.05.2017

Arbeit – und Vergnügen!

Es ist erstaunlich, wie viele Unfälle hier in der Gegend passieren und wie viele Peruaner quer durch´s Land reisen und eine Odyssee durch verschiedene Kliniken hinter sich haben, bis einige von ihnen schließlich bei Diospi Suyana landen (so dass eine „akute“ Fraktur auch mal schon drei Wochen alt sein kann...). In anderen Krankenhäusern können sie sich oft die Behandlung nicht leisten (selbst mit der staatlichen Versicherung nicht, weil meist zusätzlich zu den eigentlichen Behandlungskosten Bestechung verlangt wird) oder müssten wochenlang auf eine Operation warten, weil die strukturellen und personellen Voraussetzungen nicht gegeben sind, um eine zeitnahe adäquate Versorgung zu gewährleisten.

Auch in der Gynäkologie und Geburtshilfe gibt es viel zu tun, wider Erwarten auch in der Onkologie. Miriam konnte schon einige Brust-Biopsien durchführen, nächste Woche steht wieder eine gynäkologisch-onkologische Operation an, bei der sie mithelfen wird. Einigen „Diospi-Babies“ hat sie mittlerweile auch schon auf die Welt geholfen.

Neben der Arbeit haben wir uns dem Projekt „Peru liebgewinnen“ verschrieben. Wir wollen die nächsten Jahre nicht einfach aushalten, sondern auch Freude daran haben, hier zu sein. Also machen wir, jetzt, wo die gröbsten Probleme am Haus gelöst sind - sofern uns mit Tim 24/7-Bereitschaft und dem weiterhin komplizierten Curahuasi-Alltag Zeit bleibt - Ausflüge in die schöne Umgebung. Heute waren wir an einer nahegelegenen Lagune (eine Stunde Fahrt mit dem Auto über Stock und Stein). Es tut uns gut, zusammen raus zu kommen und Natur zu genießen

04.05.2017

Danke, liebes Goldpaar! Elisabeth und Reiner Gräfingholt haben ein wunderschönes Jubiläum, ihre goldene Hochzeit, gefeiert - und zugunsten unserer Arbeit hier in Peru auf Geschenke verzichtet. Wir freuen uns sehr über diesen tollen Anlass und die schöne Aktion. Danke, ihr Lieben, dass ihr hinter uns steht und uns unterstützt. Danke natürlich auch an alle Gäste für ihre Spenden.

21.04.2017

Als kleiner Einblick in seine Arbeit ein Fallbericht von Tim: Ein fünfjähriger Junge aus Cusco besuchte gemeinsam mit seiner Mutter Angehörige in Curahuasi und stürzte beim Spielen auf den linken Arm. Dabei zog er sich eine sog. Monteggia-Äquivalentverletzung des linken Unterarms zu, die Tim operierte. Innerhalb von nur vier Tagen stellten sich in seiner Sprechstunde weitere drei Kinder bzw. Jugendliche vor, die vor Monaten bzw. Jahren dieselbe Verletzung erlitten hatten, jedoch nicht adäquat behandelt worden waren. Alle drei hatten deutliche Fehlstellungen bzw. Bewegungseinschränkungen. Der Junge hingegen, der bei Diospi Suyana behandelt werden konnte, wird aller Voraussicht nach lediglich eine kleine Narbe am Unterarm davon tragen.

29.03.2017

Sechs Wochen Curahuasi! Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Mittlerweile haben wir beide begonnen zu arbeiten. Wie zu erwarten war, sieht besonders Tim sehr krasse Fälle (siehe Röntgenbild einer in einer anderen Stadt operierten und fehl"verheilten" Oberschenkelfraktur). Wir erleben unsere peruanischen Patientinnen und Patienten als sehr freundlich und dankbar. Sie nehmen für eine Behandlung zum Teil weite Reisen zu Fuß und per Bus auf sich. Es ist schön, nach der Sprachschulzeit, den vielen Behördengängen und Vorbereitungen nun endlich das zu tun, wofür wir eigentlich hier sind.

Die gröbsten Mängel an unserem Haus sind mittlerweile behoben, auch wenn es weiterhin undichte Wasserleitungen gibt (aber zumindest steht kein Wasser mehr in den Räumen - unsere Füße bleiben trocken!) und sich Ameisen und Mini-Skorpione bei uns besonders wohl zu fühlen scheinen.

Wir sind sind sehr dankbar, dass der südliche Teil Perus, wo wir leben, von den schweren Überschwemmungen nicht betroffen ist. Es ist zwar auch viel matschig auf den Straßen, auf dem Weg nach Cusco ist die Panamericana immer wieder teilweise durch Erdrutsche und Steinschläge blockiert und bei Starkregen haben wir nasse Wände, aber das ist ja nichts im Vergleich zu dem, was viele Menschen hier in Peru derzeit erleiden!

04.03.2017

Curahuasi - endlich ein neues Zuhause! Wir fuhren 14 Stunden in unserem (ja, unserem!) Auto durch Peru. Ein schöner Zwischenstopp nach unserer ersten von drei Etappen am Titicacasee hat uns sehr gut getan. Wir haben die berühmten schwimmenden Inseln besucht und die intensiven Farben der Natur um Puno bewundert. Wir hatten bestes Reisewetter und kamen wohlbehalten in Curahuasi an.

Nun haben wir noch etwas Zeit, um uns vor Arbeitsbeginn in unserem neuen Heim einzurichten. Es kam zwar einige Tage kein Wasser aus der Leitung (defektes Rohr oberhalb unseres Viertels), dafür bei stärkerem Regen durchs Dach. Hier muss jetzt noch abgedichtet und nachgearbeitet werden. Die feuchten Wände werden dann hoffentlich abtrocknen.

Willkommen in den Anden!

Die Jungs haben mittlerweile Schule und Kindergarten begonnen (Joah allerdings nur einen Tag, dann musste er wegen Brech-Durchfall erst mal wieder daheim bleiben...). Es hat ihnen sehr gut gefallen. Die Diospi Suyana - Schule ist ein riesiger Segen für uns. Die Atmosphäre ist sehr liebevoll. Sem ist begeistert von seiner neuen Lehrerin und war traurig, dass er nicht auch samstags und sonntags in die Schule darf. Wir freuen uns sehr, dass es ihm so gut gefällt.

Die Natur um uns ist wunderschön. Schon nach wenigen Tagen haben wir uns trotz aller Widrigkeiten hier mehr zuhause gefühlt als nach fünf Monaten in Arequipa. Dafür sind wir sehr dankbar.

Wir beginnen nun, stundenweise zu arbeiten. Nebenher bringen wir das Haus in Schuss und helfen den Kindern beim weiter Einleben und Ankommen. Bald ist dann unser offizieller Arbeitsstart, und wir freuen uns darauf!

03.02.2016

Unsere Zeit in Arequipa geht zu Ende. Vor uns liegen nun ein Umzug - in Peru noch mal deutlich komplizierter und nervenzehrender als in Deutschland - und eine ca. 14-stündige Autofahrt (in drei Etappen), die aufgrund der starken Regenfälle der letzten Zeit nicht ganz ohne sein könnte. Hier kommt es immer mal wieder zu Erdrutschen und Schlammlawinen. Die letzten Tage verwöhnt uns Arequipa aber wieder mit schönem Wetter, sodass wir hoffen und beten, dass das erst mal so bleibt.

Paradoxer Weise hat der viele Regen dazu geführt, dass immer wieder große Teile der Stadt ohne Wasserversorgung sind (bis zu 700 000 Menschen). Keiner weiß, warum, aber das Haus, in dem Miriams Eltern wohnen, hat in solchen Fällen immer trotzdem Wasser. Was für ein Segen - wir können hier waschen und duschen!
Heute war unser Abschied in der Sprachschule - und wir freuen uns auf Curahuasi, aber natürlich ist es auch traurig, schon wieder zu lieb gewonnen Menschen auf Wiedersehen sagen zu müssen. Wir haben die übliche Abschiedsrede gehalten - und sind froh, dass unser Spanisch verständlich war. (-:

09.01.2017

Die letzten beiden Wochen hatten wir Sprachschulferien und verbrachten den Großteil der Zeit in Curahuasi, unserem zukünftigen Wohn- und Wirkungsort. Tim brachte ungeplant bereits seine erste Operation hinter sich. Eines ist sicher: Wir werden gebraucht!

Ausgerechnet währen unserer 8 Tage in Curahuasi kam Container 57 mit Tims OP-Materialien an! Ein Wunder, denn normalerweise ist mit viel längerer Zeit im Zoll in Lima zu rechnen. Tim, Sem und Joah luden begeistert mit aus.

Nun, nachdem wir Ort und Leute kennengelernt haben, freuen wir uns umso mehr auf unseren Umzug im Februar. Die Gegend ist wirklich wunderschön - majestätische Berge und viel Grün. Zwei Tage verbrachten wir in Cusco, wo wir immer wieder für Großeinkäufe sein werden. Auch dort hat es uns viel besser gefallen als in Arequipa.

Nun starten wir in unseren letzten Sprachschulmonat - und hoffen, dass unser Spanisch noch mal einiges besser wird, damit wir gut vorbereitet unsere Arbeit beginnen können.

22.12.2016

Stunden um Stunden verbrachten wir in den letzten drei Tagen bei Behörden, Notaren und in Taxis quer durch Lima und erlebten Verwirrung, Erfolge und Misserfolge, vor allem aber Bewahrung und Segen. Gestern sind wir mit unseren ersehnten vier Plastik-Kärtchen (Ausweise und Führerscheine) wohlbehalten nach Arequipa zurückgekommen.
Wir sind auf den Flügen und allen Fahrten bewahrt geblieben (in Lima herrscht immer viel Verkehr mit peruanischer Fahrweise, die Kriminalitätsrate ist hoch). Liah hat alles super mitgemacht. Sie hat tausende Komplimente geerntet und ist bei der Führerscheinstelle dem Personal zum Teil schon namentlich bekannt (als einziges weißes Baby weit und breit). Vor allem aber hat sie uns geschätzte sechs Stunden Wartezeit erspart - denn überall wurden wir bevorzugt dran genommen und an den immer langen Schlagen vorbei geschleust. Es ist wirklich beeindruckend, WIE kinderfreundlich die Peruaner sind.
Alles in allem sind wir einfach nur unendlich dankbar, dass die Hürde Führerschein genommen ist und nun auch die Kinder-Visa beantragt sind. Voraussichtlich im März müssen wir dann alle fünf noch mal zusammen nach Lima - Kinder-Ausweise abholen und unsere Arzt-Lizenzen beantragen. Aber jetzt darf es erst mal Weihnachten werden!
Ich (Miriam) singe im Weihnachts-Chor unserer Gemeinde hier und hatte die ganze Zeit über eine Stelle aus einem der Lieder als Ohrwurm: „Dios con nosotros, Emmanuel“ - Gott mit uns. Und das war und ist er! In diesem Sinne eine gesegnete Weihnachtszeit.

04.12.2016

Advent im Sommer - fühlt sich manchmal komisch an, ist aber auch schön. Zumindest schön warm. Unser dritter Monat in Peru ist beinahe um, und es geht uns gut. Heimweh und Magen-Darm-Probleme sind weniger geworden, und manchmal ist es beinahe lustig, wie schnell vieles, was am Anfang sehr befremdlich für uns war, schon ganz normal geworden ist. Manches kommt uns auch durchaus entgegen: Dass zum Beispiel nie jemand pünktlich kommt, ist mit drei Kindern recht angenehm - es fällt überhaupt nicht auf, wenn man zu spät dran ist.

Ansonsten haben wir rundum viel zu tun. Es gilt, unser neues Haus in Curahuasi einzurichten (Foto: Matratzenlieferung peruanisch: auf dem Taxidach!) und Dinge wie Warmwasserinstallation zu organisieren. Wir suchen ein Auto, das groß genug, sicher und in gutem Zustand ist. In zwei Wochen fliegen Tim, Miriam und Liah nach Lima - unsere Visa sind genehmigt! Endlich, nachdem es zunächst zu einer Verzögerung gekommen war. Im Rahmen dieser Reise werden wir die Visa der Kinder beantragen (was jetzt erst möglich ist, nachdem wir unsere haben) und unsere peruanischen Führerscheine machen, weswegen wir gerade dabei sind, 200 Fragen mehr oder weniger auswendig zu lernen, die einem irgendwie Spanisch vorkommen...

Und natürlich sind wir weiterhin dabei, die neue Sprache zu lernen - mit Höhen und Tiefen. Manchmal haben wir das Gefühl, es geht gar nicht voran, dann wieder sind wir glücklich, wenn wir in einem Gespräch mal das meiste verstanden haben...

Im Februar jedenfalls geht es dann nach Curahuasi - hoffentlich mit Auto und allen für den Anfang nötigen Anschaffungen für unser neues Zuhause.

Hier geht es zu unserem diesjährigen Weihnachtsbrief.

29.10.2016

Sem konnte heute zum ersten Mal für das Fußballteam seiner Schule in einem Turnier spielen - und zwar in einem richtigen Stadion. Er hat sich sehr gefreut, wir auch. Auf dem Foto steht er im Tor.

Es geht uns weiterhin gut. Zwar haben wir immer wieder mit Magen-Darm-Problemen, Sommergrippe (ja, es geht hier auf den Sommer zu!) und Heimweh zu kämpfen. Aber wir fühlen uns auch reich beschenkt durch so viel Gutes, das wir hier erleben: die Freundlichkeit der Peruaner (besonders gegenüber Kindern, vor allem Liah wird stets mit Komplimenten überhäuft), Bewahrung auf abenteuerlichen Autofahrten ohne Sicherheitsgurte, liebevolle und tatkräftige Unterstützung durch Miriams Eltern, gutes Wetter, Bergpanorama und die Möglichkeit von Auszeiten von Lärm und Dreck der Großstadt bei Ausflügen in die Umgebung. Sehr gefreut haben wir uns auch über die tolle Aktion "Spenden statt Schenken" der Firma Fleisch und Wurst Bernd Uhl in Schallstadt - statt Weihnachtspräsente für die Kunden gab es eine großzügige Unterstützung für unseren Einsatz. Danke dafür!

Mittlerweile freuen wir uns schon darauf, dass wir dann ab Anfang / Mitte Februar in Curahuasi wieder ein richtiges (da permanentes) Zuhause haben werden. Zwar wird dann der Alltag nochmals deutlich herausfordernder (der nächste Supermarkt beispielsweise ist dann eine sehr kurvige Autofahrt von mindestest 1,5 Stunden - bzw. 2,5 Stunden in die andere nächstgelegene Stadt - durch die Anden entfernt), aber dafür haben wir mehr Natur um uns, und es gibt viele Spielkameraden für die Kinder.

Ab März geht dann auch unsere Arbeit im Hospital los. Besonders für Tim ist die Aufgabe, eine Abteilung komplett neu aufzubauen, durchaus respekteinflößend. Aktuell haben wir - da alle anderen Bemühungen um Förderung bisher gescheitert sind - ein Projektkonto bei der VDM eingerichtet, auf das gerne alle spenden können, die Freude daran hätten, uns bei der Anschaffung von OP-Material zur akuten Versorgung Verletzter (v.a. sog. "Fixateure") zu unterstützen. Details siehe "Projektkonto Unfallchirurgie" unter "Unterstützung".

Vielen herzlichen Dank für alle Spenden, Gebete und lieben Nachrichten!

12.10.2016

Wir haben Post bekommen! Wir brauchten unsere Pässe, Passkopien, Übersetzungshilfe via Handy von unserem Sprachschullehrer und mussten einigen Unterschriften leisten - aber am Ende hatten wir überglücklich unsere Pakete in den Händen.

Sehr gerne gehen wir bald wieder zum Postamt, wenn uns jemand etwas schickt. Deutsche Süßigkeiten, eingeschweißtes Schwarzbrot und zuckerfreie Babysnacks, aber natürlich auch einfach Briefe machen immer Freude. (-: Aber bitte beachten: Nur an Tim ODER Miriam Boeker adressieren (auch, wenn etwas für eines der Kinder sein soll) und NIE "Familie" schreiben. Pakete am besten nicht über 2kg schwer (internationaler Großbrief kann eine güstige Alternative sein!) bzw. max. 5kg befüllen - sonst bekommen wir Probleme mit dem Zoll.

DANKE!

Foto: Die Vulkane Chachani und Misti.

27.09.2016

Mittlerweile ist eine Art Alltag bei uns eingekehrt. Morgens werden die Kinder meist gegen 6 Uhr wach, da es früh hell und laut wird in Arequipa. Um 8 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Sprachschule und machen unterwegs am Kindergarten Halt, wo Sem und Joah sich gut eingefunden haben. Sie meistern die Umstellung sehr tapfer. Den Vormittag über haben wir Unterricht. Nachmittags erledigen wir Einkäufe (gerade jetzt am Anfang müssen wir noch viel besorgen, was in unserer Wohnung nicht vorhanden ist), spielen mit den Kindern (Fußball- und Spielplätze sind rar, aber wir haben welche gefunden!) und üben - dank Oma und Opa, die mit den Kindern helfen - unser Spanisch, sofern Zeit bleibt. Wenn die Kinder abends im Bett sind, machen wir ca. zwei Stunden Hausaufgaben. Außerdem gibt es jeden Tag 50-100 neue Vokabeln zu lernen - ganz schön herausfordernd! Schließlich wird noch aufgeräumt und der nächste Tag vorbereitet.

Insgesamt haben wir uns schon gut eingelebt und uns an Lärm, streunende Hunde und trockene Luft (wir wohnen hier in der Wüste!) gewöhnt. Allgegenwärtig ist die Armut vieler Peruaner. Wir sehen jeden Tag, dass unsere Hilfe wirklich gebraucht wird.

Wirklich schön ist: Hier scheint jeden Tag die Sonne!

 

11.09.2016

Linkes Bild: Aus dem Flugzeug zwischen Lima und Arequipa. Rechtes Bild: Arequipa mit dem Vulkan Misti.

Wir sind wohlbehalten und diesmal unkompliziert in Arequipa angekommen. Seit gestern haben wir auch zwei Plätze für die Jungs in derselben Gruppe unseres Wunschkindergartens, der direkt auf dem Fußweg zur Sprachschule liegt. Es geht uns gut, auch wenn wir uns an die laute, dreckige Stadt voller streunender (und manchmal toter...) Hunde erst gewöhnen müssen und an die einfachen Bedingungen, unter denen wir nun leben. Aber wir haben schon Crêpes gemacht (Oma und Opa haben das Gerät dabei!), waren ein Eis essen und Sem konnte gestern beim Familienfest unserer neuen Schule (zu der der Kiga gehört) zum ersten Mal mit peruanischen Kindern Fußball spielen und hatte richtig Spaß dabei. Am Montag geht nun für uns die Sprachschule los, und wir hoffen, dass wir schnell lernen, damit wir hier noch besser zurecht kommen.

04.09.2016

Eine ziemlich nervenaufreibende und anstrengende Reise von 44 Stunden mit gestrichenem Flug liegt hinter uns. Es geht uns aber jetzt wirklich gut im wunderschönen Diospi Suyana Gästehaus in Lima. Das ist die Kurzversion. Wer Genaueres über die verrückten Einzelheiten wissen möchte, darf gerne weiterlesen. (-:

Zunächst einmal erfuhren wir ca. zwei Wochen vor Abreise, dass unser Abendflug nach Madrid gestrichen worden war und wir deshalb zehn Stunden Aufenthalt dort am Flughafen würden herumbekommen müssen - mit drei Kindern zwischen vier Monaten und  fünf Jahren eine gewisse Herausforderung... Nun gut, die bittere Pille wurde wohl oder übel geschluckt.
Bei der Fahrt zum Flughafen standen wir dann wegen einer Vollsperrung der benachbarten A67 fast die gesamte Strecke im Stau, so dass wir statt 35 Minuten fast 1,5 Stunden unterwegs waren und zwar rechtzeitig, aber schon etwas abgekämpft zum Check-in kamen. In Madrid verbrachten wir nun viele Stunden am Terminal, was aber dank eines tollen Spielzimmers ziemlich gut verlief. Allerdings erfuhren wir dann (mehr oder weniger zufällig!) um 23 Uhr, dass unser für 00:35 Uhr geplanter Flug nach Lima gestrichen worden war und wir erst am nächsten Tag um 11 Uhr würden fliegen können. Das hatte die Airline uns nicht mitgeteilt, obwohl es schon den ganzen Tag bekannt gewesen war und wir längst hätten im Hotel sein können, statt am Flughafen die Zeit totzuschlagen. So aber kamen wir nach einer mitternächtlichen Busfahrt müde und entnervt an einem völlig überfüllten Hotel an und warteten eine gefühlte Ewigkeit, bis wir unser Zimmer beziehen konnten. Um 1:30 Uhr schließlich lagen wir zu fünft in einem zusammengeschobenen Doppelbett, um nach 4,5 Stunden wieder aufzustehen, um rechtzeitig am Flughafen zu sein. Dort angekommen waren unsere nachts neu ausgestellten Boardingpässe aus unerfindlichen Gründen ungültig. Wir wurden trotzdem durch Security geschleust, waren dann aber doch etwas nervös, ob der Flug wieder storniert würde oder nicht. Am Gate angekommen und schließlich tatsächlich am Warten auf das Boarding kam die Durchsage, dieses sei auf unbestimmte Zeit wegen technischer Probleme am Flugzeug verschoben. Also wieder Kinder bespaßen, warten und hoffen... Glücklicherweise durften wir dann – wenn auch mit ca. 1,5 Stunden Verspätung – diesmal tatsächlich boarden. Der zwölfstündige Flug verlief dann gut, obwohl es nun ungeplant ein Tag- statt eines Nachtflugs war, den die Kinder vermutlich größtenteils verschlafen hätten.

Endlich in Lima angekommen schafften wir es wunderbarer Weise problemlos, unsere vollen 183 Tage Touristenvisum zu bekommen, eine erste große Gebetserhörung, da das sehr hilfreich für die Erlangung unserer permanenten Visa ist. Tatsächlich waren auch alle unsere Gepäckstücke unbeschadet und komplett angekommen und nichts wurde vom Zoll moniert. Schließlich fuhren wir noch fast zwei Stunden im Minibus durch verstopfte Lima-Straßen. Die Jungs schliefen irgendwann völlig übermüdet ein (zuvor sagte unser zweijähriger Joah: „Mama, können wir noch beten?“, und das machten wir). Nach insgesamt 44 Stunden Reise kamen wir dann endlich an. Das Diospi Suyana – Gästehaus ist wie gesagt wunderschön, und das Hausmeisterpaar empfing uns sehr liebevoll mit schon bestellter Pizza plus Inka-Cola. Wir fühlten uns ganz schnell zu Hause.

Klaus John sagt ja immer, eine Mitarbeit bei Diospi kostet Blut, Schweiß und Tränen. Blut wurde zum Glück bisher keins vergossen, aber Schweiß und Tränen durchaus. Insgesamt sind wir aber doch wirklich dankbar: Es lief zwar nicht unbedingt prima, aber wir sind alle gesund und mittlerweile auch wieder fröhlich.

27.08.2016

Am kommenden Donnerstag geht es los. Wir lassen uns von Sommergrippe, Tims dicker Backe nach Weisheitszahn-Entfernung und Sems Gips bei gebrochenem Arm nicht unterkriegen. Poco a poco geht es voran - Schritt für Schritt!

Artikel über uns im Offenburger Tageblatt

20.07.2016

Alles Apostille, oder was?! Noch vor einem Dreivierteljahr hatten wir den Begriff "Apostille" noch nie gehört. Inzwischen verbringen wir Stunden und Tage damit unser halbes Leben apostillieren zu lassen, nachdem wir dank Google herausgefunden hatten, dass es eine Art der Beglaubigung von Urkunden ist, die - wenn ein entsprechendes Abkommen zwischen Deutschland und dem jeweiligen Zielland vorliegt - internationale Gültigkeit hat. Mittlerweile haben wir Apostillen unserer Heiratsurkunde, der Geburtsurkunden unserer Kinder, eines Auszugs aus dem Bundeskraftfahrzeugsregister, unserer Approbationsurkunden und hoffentlich bald auch noch unserer Promotionsurkunden. All das brauchen wir für unsere Visa, unsere Arztlizenzen und den peruanischen Führerschein - jeweils nur, um dann mit den eigentlichen Genehmigungsverfahren überhaupt erst beginnen zu können. Wir kennen mittlerweile alle möglichen Leute in den verschiedenen Standesämtern und Regierungspräsidien Baden Württembergs und bundesweit. An unseren ehemaligen Unis haben wir u.a. unsere Famulaturzeugnisse von vor über zehn Jahren vorgelegt und waren seit ewigen Zeiten mal wieder in einer Dekanatssprechstunde. So viel zur ab und zu gestellten Frage "Und was macht ihr jetzt so den ganzen Tag?" (-: (-: (-:

28.06.2016

Wir sind gerade bei unserer zweiten Vorbereitungswoche der VDM in Bassum, und es gibt wieder viele Gründe zum Danke sagen: Erstens an die Firma Axomed für eine tolle Sachspende (Marktwert ca. 10000 Euro) zur Ergänzung der Großspende von Königsee Implantate. Zweitens an unsere liebe Tante Verena Grüber für "Spenden statt Geschenke" anlässlich ihres sechzigsten Geburtstags. Drittens an die Kinder der EFG Hemsbach, die am vergangenen Sonntag selbst gebackene Waffeln zugunsten unseres Projektes verkauft haben. Eine tolle Aktion!

Herzliche Einladung zu unseren nächsten Terminen: Am 13.7. wird Tim um 16:30 Uhr im Casino des St. Josefskrankenhauses Freiburg einen Vortrag über Diospi Suyana und unseren geplanten Einsatz dort (insbesondere den Aufbau der Unfallchirurgie) halten.

Am 17.7. wird Liah im 10Uhr-Gottesdienst unserer Heimatgemeinde ICF Freiburg (Cinemaxx, Saal 9) gesegnet, und wir werden als Familie in unseren Peru-Einsatz verabschiedet.

Am 21.8. werden in der EFG Heilbronn (Schillerstr. 16) und am 28.8. in der EFG Hemsbach (Reichenbacherstr. 13), jeweils 10 Uhr, verabschiedet.

Wir werden uns leider nicht mehr mit euch / Ihnen allen einzeln treffen können und würden uns freuen, so vielen wie möglich bei einem dieser Termine persönlich "Auf Wiedersehen" sagen zu können.

19.05.2016

Vergangene Woche hatte Tim gemeinsam mit Dr. Klaus John einen Termin mit dem Geschäftsführer der Firma Königsee Implantate, Herrn Frank Orschler, in Thüringen. Das großartige Ergebnis: Königsee Implantate wird den Aufbau der Unfallchirurgie am Hospital Diospi Suyana mit großzügigen Sachspenden unterstützen, sodass eine umfangreiche und hochwertige Grundausstattung zur Versorgung von Verletzten vorhanden sein wird. Wir bedanken uns sehr herzlich!

02.05.2016

Es gibt einige Neuigkeiten! Unsere Tochter Liah Ann ist am 24. April geboren. Wir sind sehr dankbar, dass alles gut ging und wir jetzt zu fünft sein dürfen. Sie ist ein großes kleines Wunder und wir freuen uns sehr. Ein verspätetes Dankeschön noch an die Evangelische Kirchengemeinde Höchenschwand, wo wir uns am 3.4. vorstellen durften und eine Spende für unsere Arbeit bekamen. Am vergangenen Samstag hatte Tim Gelegenheit Diospi Suyana und sein Vorhaben, dort die unfallchirurgische Abteilung aufzubauen, in der Arbeitsgemeinschaft für Unfallchirurgie und Orthopädie in Entwicklungsländern vorzustellen. Zuletzt noch ein Termin zum Vormerken: Am 17.7.16 werden wir im 10 Uhr-Gottesdienst (Cinemaxx, Saal 9) unserer Kirchengemeinde ICF Freiburg als Familie in unseren Peru-Einsatz verabschiedet.

08.03.2016

Danke an Viola Enke & Band! Bei ihrem Konzert am 5.3. in Heilbronn wurden 470 Euro für unseren Peru-Einsatz gespendet - eine tolle Aktion!

23.02.2016

Am Sonntag Abend waren wir in Kehl zu Gospeltime eingeladen - danke an das Team und den Chor Jo´s Voice. Wir konnten unser Projekt vorstellen und bekamen eine tolle Spende überreicht als Unterstützung für unseren Einsatz bei Diospi Suyana. Heute berichtete auch das Offenburger Tageblatt. Hier geht es zum Artikel.

06.02.2016

Unsere Flüge nach Peru sind gebucht! Am 1. September geht es los. Nach Behördengängen in Lima fliegen wir weiter nach Arequipa, wo wir bis Mitte Februar eine Sprachschule besuchen werden, damit wir unsere Patienten auch verstehen.

01.02.2016

Ein Danke von Herzen an Viola Enke & Band: Bei ihrem Konzert in Heilbronn am 5. März 2016 werden 50% der Spenden unserem Peru-Einsatz zugute kommen (EFG HN, 20 Uhr, Schillerstr. 16).

Unsere nächsten Vorstellungstermine: 21.2.2016, 18 Uhr bei Gospeltime Kehl, 3.4.2016 beim Kirchenkaffee der Evangelischen Kirche in Höchenschwand (es sei denn Baby Nr.3 macht uns einen Strich durch die Rechnung (-:).

23.12.2015

Ein riesiges Dankeschön an die EFG Heilbronn für eine grandiose Spende für unsere Reisekosten - für uns habt ihr bewiesen: Was Gott bestellt, bezahlt er auch!

18.12.2015

Unsere zukünftigen Chefs Dr. Martina & Dr. Klaus John haben den peruanischen Verdienstorden erhalten. Mit den Medaillen ehrte der Premierminister Perus das Lebenswerk von „herausragenden Persönlichkeiten“, die sich um das höchste Interesse der peruanischen Nation verdient gemacht haben.

Hier der Artikel auf der Diospi-Suyana-Website.

21.11.2015

Vielen lieben Dank an Verena Grüber! Anlässlich ihres 60. Geburtstages wünscht sie sich Spenden für unser Projekt und verzichtet auf Geschenke.
Außerdem freuen wir uns auf unseren nächsten Vorstellungstermin, diesmal in Kehl bei GOSPELtime, am 21. Februar 2016. Nähere Infos: www.gospeltime-kehl.de.

08.11.2015

Hinter uns liegt eine Woche in Bassum bei der VDM, unserem zukünfitgen Arbeitgeber. Beim ersten  Vorbereitungsseminar für unseren Auslandseinsatz standen u.a. Steuern, Versicherungen, Rente, Adressverwaltung und Datenschutz auf dem Programm.

Heute waren wir dann in der EFG Hemsbach eingeladen.
Von Herzen danke
für eine tolle Kollekte und die Neuigkeit, dass der diesjährige Erlös des EFG-Standes auf dem Hemsbacher Weihnachtsmarkt unserem Peru-Einsatz zugute kommen wird. Wir freuen uns sehr darüber!

10.10.2015

Mittlerweile waren wir in Heilbronn (EFG), bei ICF Freiburg und in der Evangelischen Ludwigskirche Freiburg Herdern und konnten Diospi Suyana und unseren Einsatz vorstellen. Morgen sind wir in Darmstadt bei der Evangelischen Stadtmission. Danke an alle Kirchen und Gemeinden für die Unterstützung!

Danke auch an Dr. Karin Bruder für die Spendenaktion anlässlich ihres 40. Geburtstages.

Wir freuen uns über jede Ermutigung, jedes Gebet, jede Einladung zur Vorstellung unseres Projektes, jede Anmeldung zu unserem Infobrief und natürlich jede Spendenzusage. Danke.

27.07.2015

Die regionale Stipendiatengruppe und die Freiburger Alumni der Studienstiftung des deutschen Volkes möchten uns unterstützen und laden ein:

20.10. 2015, 20 Uhr, Hörsaal 3044 der Uni Freiburg (KGIII) - Vortrag von Dr. Klaus John "Das Hospital Diospi Suyana - von der Vision zur Wirklichkeit". Moderation Dr. Miriam Boeker, ehemalige Stipendiatin der Studienstiftung. 

19.07.2015

Die Evangelische Stadtmission Darmstadt hat uns eingeladen, am 11.10.2015 Diospi Suyana und uns im Gottesdienst vorzustellen. Danke für die Einladung!

14.07.2015

Eine weitere Einladung: Am 8.11.2015 dürfen wir in der EFG Hemsbach Diospi Suyana und unseren Einsatz dort vorstellen. Vielen Dank nach Hemsbach!

27.06.2015

Die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde Heilbronn hat uns eingeladen, uns und unser Projekt am 23.08.2015 dort vorzustellen. Wir freuen uns darauf und sagen danke!

13.04.2015

Diana Marschall feiert im Juni ihren Geburtstag - und bittet ihre Gäste statt um Geschenke um Spenden für unseren Einsatz in Peru. Danke, liebe Diana und schon an dieser Stelle allen Geburtstagsspendern. Wir freuen uns sehr über diese schöne Idee.