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28.10.2018

Neue Pässe für Sem und Miriam!

Eigentlich dachten wir, wir könnten unsere neuen Reisepässe in unserem Deutschland-Aufenthalt beantragen - geht aber ohne Wohnsitz nicht. Also in Cusco. Das ist zum Glück im deutschen Konsulat möglich. Die fehlenden Unterlagen reisten zunächst per Einschreiben an Franziska, unser Aupair, dann mit ihr im Flugzeug nach Peru. Tim und Miriam mussten Sems Pass gemeinsam beantragen, also gemeinsam nach Cusco fahren. Für nötige Beglaubigungen, Kurirdienst nach Lima usw. fielen einige Extrakosten an, sodass das Ganze ca. doppelt so teuer wurde. Abholen, so hieß es, könne Miriam die Pässe allein. Allerdings mussten wir danach noch zusammen zu Migraciones (sowas wie das hiesige Bürgeramt), um unsere Einreisestempel aus den alten in die neuen Pässe übertragen zu lassen. Sonst bekommt man bei der Ausreise Probleme. Daher wollten wir beides an einem Freitag zusammen und "in einem Aufwasch" erledigen. Da die Konsulin aber nur Montag bis Donnerstag Sprechstunde hat, Tim aber nur freitags frei, fuhr Miriam mittwochs allein nach Cusco zur Abholung. Noch die Woche davor hatte die Konsulin freitags zwei befreundete Familien empfangen, wollte nun aber plötzlich keine Ausnahmen mehr machen.
Nun gut, innerhalb von wenigen Minuten waren die beiden Pässe abgeholt. Um die insgesamt fünf Stunden Fahrt zu nutzen, wurden zumindest einige Einkäufe erledigt. Dann die schöne (?!) Überraschung: Wegen der alljährlichen Inka-Ralley, bei der Rennautos unter anderem von Abancay nach Cusco (und durch Curahuasi) fahren, wurde dann just an diesem Mittwoch Nachmittag die Panamericana bis abends gesperrt, sodass Miriam spontan bei Freunden in Cusco übernachtete und erst am nächsten Morgen in aller Frühe zurückfuhr, um rechtzeitig zur Sprechstunde am Hospital sein zu können. Aufgrund der mittlerweile schon starken Regenfälle und allein als Frau im Dunkeln ist die Strecke nachts nicht sicher genug.
Am nächsten Tag machten wir uns dann als Familie gemeinsam wieder auf den 2,5h-Kurvenmarathon von Curahuasi nach Cusco, um zu Migraciones zu gehen und die Stempel übertragen zu lassen. Hier wurden wir erst mal wieder zur Bank geschickt. Die Gebühr hatten wir eigentlich schon in Curahuasi eingezahlt. Aber offensichtlich einen falschen Betrag (nämlich den, den in der Woche zuvor unsere Freunde für denselben Vorgang hatten bezahlen müssen...). Also zahlten wir noch mal - sowohl für Sem als auch Miriam. Zurück zu Migraciones. Immerhin kamen wir schnell dran dank der kleinen Kinder und weil der "Ausländerschalter" nicht so stark frequentiert ist. Es fehlten aber zwei Kopien - die dann freundlicher Weise der Mann am Schalter für uns machte, sonst hätten wir nochmal gehen und wiederkommen müssen. Zwischendrin funktionierte aber der Kopierer nicht mehr. Zum Glück war er nach einer Viertelstunde repariert... Schließlich hielten wir unsere neu gestempelten Pässe in der Hand. Auf der Straße draußen stellten wir allerdings fest, dass falsche Nummern eingetragen worden waren. Also wieder rein, ändern lassen.

Und schließlich: Neue Pässe, neue Stempel! Für die Zukunft können wir nur allen Missionaren raten, mit Pässen auszureisen, die noch lange, lange gültig sind...

11.10.2018

Nach über zwei Jahren in Peru haben wir es nun endlich zusammen zu Macchu Picchu geschafft - DEM Publikumsmagneten des Landes und eines der sieben Weltwunder. Wir hatten besonders beim Zugfahren Spaß - erstens der beeindruckenden Landschaft wegen und zweitens, weil es für die Kinder ein riesen Highlight war, denn das kennen sie ja gar nicht (mehr).
Aber auch Macchu Picchu selbst war wirklich ein tolles Erlebnis - auch wenn es durch heftigen Regen abrupt schneller als geplant beendet wurde, weil wir alle nass wurden und der Boden rutschig.

Wer uns besuchen kommt, sollte sich diesen Ausflug nicht entgehen lassen. Wir wohnen eigentlich quasi in der Nähe. Allerdings liegen einige Andengipfel im Weg, um die man herum muss, sodass die Anreise doch ganz schön umständlich ist. Aber lohnenswert!

01.10.2018

Stromausfall

Am Samstag Nachmittag kamen wir nach Hause und hatten keinen Strom. Das ist zunächst nichts ganz Ungewöhnliches, denn es kommt immer mal wieder vor. Oft merken wir es nur daran, dass die Uhr an der Mikrowelle stehen geblieben ist. Denn meist sind die Ausfälle nur sehr kurz oder vorher angekündigt (z.B. bei Wartungsarbeiten am Netz). Dieses Mal aber war selbst am nächsten Morgen noch alles ohne Strom. Die Gerüchteküche auf dem Sonntagsmarkt brodelte - von am selben Tag bis in fünf oder fünfzehn Tagen bis hin zu zwei Monaten reichten die Zeitspannen, wann wieder mit Strom zu rechnen sei. Im Elektrizitätswerk von Abancay, das unser Netz versorgt, war es zu einer Explosion gekommen mit einem Feuer, das - Gift für Stromleitungen - mit Wasser und Schaum gelöscht worden war. Heute, Montag, haben wir immer noch nichts. In Peru ist sowas auch nicht schnell mal repariert. Vermutlich müssen Ersatzteile aus Lima im besten oder aus dem Ausland im schlimmsten Fall beschafft werden. Einen Plan B zur Überbrückung eines defekten Netzabschnittes gibt es nicht. Einen Plan B gibt es eigentlich in Peru nie, man ist schon sehr stolz auf Plan A...

Nun denn, abends ist es ja romantisch mit Kerzenschein und der leuchtenden Milchstraße. Aber die Sachen im Kühlschrank sind jetzt warm und die aus dem Gefrierfach, die wir nicht im Hospital unterbringen konnten (Notstrom-Generator, hallelujah!), sind aufgetaut. Wasch- und Spülmaschine funktionieren nicht - aber wir sind super dankbar, denn dank unserer Solaranlage sind wir eine der wenigen Familien, die trotzdem warmes Wasser haben! Mal sehen, wann wir wieder ins 21. Jahrhundert zurückkehren...

P.S.: Update - zwei Stunden nach diesem Blog-Eintrag wurde es wieder hell in Curahuasi. Man kann sich nicht vorstellen, wie sehr man sich darüber freuen kann, dass das Licht angeht, wenn man den Schalter drückt. Das ist das Tolle an Peru - man ist überglücklich, wenn Dinge funktionieren, die in Deutschland ganz selbstverständlich sind.

14.09.2018

So wird die Station kurzerhand zur Kita:

Ein Junge, der sich nun schon wochenlang in Tims Behandlung wegen einer schweren Knocheninfektion des Knies befindet, musste nach Cusco zu einer MRT-Untersuchung gefahren werden. Die Mutter und eine Krankenschwester begleiteten ihn. Da das Taxi damit voll sei, ließ die Mutter ihren jüngeren Sohn kurzerhand den ganzen Tag auf der Station des Hospitals allein - schließlich sind die Krankenschwestern ja da! Der Kleine fuhr die meiste Zeit im "Krankenwagen" über den Flur und brachte so manchen zum Lächeln. Oh, Peru!!

22.08.2018

Entwicklungshilfe und Missionsarbeit sind nicht immer spannend - es gibt auch viel tagtägliche Routine, genau wie in einem deutschen Krankenhaus. Zum Beispiel müssen viele Patientinnen dasselbe erklärt bekommen: dass es wichtig ist, sich gesund zu ernähren und sich zu bewegen, wenn man stark übergewichtig ist (und daher zum Beispiel Rückenschmerzen und Inkontinenzprobleme hat), dass die Körperhygiene wichtig ist und man täglich seine Unterwäsche wechseln sollte (wenn man nicht ständig mit Unterleibsentzündungen zu tun haben möchte), dass die Eierstöcke sich nicht in der Magengegend befinden und daher dort auch keine Schmerzen auslösen.

Viele Patientinnen, die die gynäkologische Sprechstunde hier besuchen, haben keine Schulbildung erhalten und wissen selbst über grundlegendste Gesundheits- und Krankheitskonzepte nicht Bescheid. Sie haben wenig Ahnung von ihrer eigenen Anatomie und den Vorgängen in ihrem Körper. Von ihren Freundinnen, Tanten, Cousinen und Nachbarinnen hören sie die wildesten Theorien darüber. Also gilt es, viel Grundlegendes zu erklären.

Wenn bei der Untersuchung alles in Ordnung ist, sind die Patientinnen oft sehr erleichtert, weil jedes Ziehen im Unterbauch sie an Krebs denken lässt.

Unser Alltag besteht also nicht nur aus spannenden Fällen und Operationen, sondern auch aus viel Reden, Beruhigen, Erklären...

21.07.2018

Vor verschlossenen Türen

Vergangenes Wochenende waren wir nach Cusco gefahren, um mal wieder Zeit für uns als Familie zu haben. Das Auto parkten wir auf einem bewachten Parkplatz, den wir kannten und auf dem wir schon früher das Auto abgestellt hatten. Allerdings hatte vor wenigen Tagen der Besitzer gewechselt - was wir nicht wussten. Als wir - wie vereinbart!!- am nächsten Vormittag um 11 Uhr zurückkamen, war alles verschlossen und verriegelt und niemand zu sprechen. Die Nachbarn erzählten uns, der neue Besitzer sei ihnen nicht näher bekannt und sie hätten auch keine Telefonnummer von ihm. Angeblich würde er abends um 18 Uhr wiederkommen, er sei Verwandte im 1,5h entfernten Urubamba besuchen. Genaueres wisse man nicht. Mit Kind und Kegel standen wir nun also ohne Auto und ohne sicheres Wissen, ob und wann wir es wieder bekommen würden, vor verschlossenen Türen. Nach langem Bitten und Betteln ließ sich zwei Stunden später dann doch einer der Nachbarn erweichen, einen Freund anzurufen, der evtl. eine Nummer des Parkplatzbesitzers haben könnte. Und tatsächlich! Wenig später hatte Tim ihn an der Strippe, sagte ihm gehörig die Meinung und konnte ihn dazu bewegen, sich auf den Rückweg nach Cusco zu machen. Um halb drei nachmittags war er dann zurück, und wir konnten losfahren.

Solche Erlebnisse sind in Peru leider nichts Außergewöhliches. Unpünktlichkeit, Unzuverlässigkeit, Lügen und Betrug - das alles gehört hier zum normalen Umgang. Für uns ist das schwer zu ertragen. Hintergangen und ausgenommen werden -Teil unseres Alltags. Aber wenn hier alles in bester Ordnung wäre, bräuchte man uns ja nicht... Mit Gottes Hilfe versuchen wir, unser Bestes zu geben ohne zu verbittern.

12.07.2018

Eine Hand, drei Chirurgen!

Am 18. Juli wird Tomas Thiemann als Gefäßchirurg seinen Einsatz am Hospital Diospi Suyana beginnen. Seine erste OP hat er aber bereits hinter sich. Ein 28-jähriger Patient hatte sich beim Hantieren mit einer elektrischen Säge so schwer an der Hand verletzt, dass ein Knochen der Mittelhand zersplittert und ein Arterie durchtrennt war. Tim wurde sofort dazugerufen. Er begann die Notoperation, versorgte den Knochenbruch mittels einer Schraube und rief Tomas Thiemann zur Naht der Arterie hinzu. Weil es immer hilft, einen „alten Hasen“ dabei zu haben, kam auch Dr. Reinhard Kühn in den OP. Er war am selben Tag für seinen zehnten Kurzzeiteinsatz in Curahuasi eingetroffen - seine Koffer waren allerdings in Madrid geblieben. Ein Glück wird die OP-Kleidung vom Hospital gestellt.
Der junge Patient jedenfalls darf sich freuen, dass seine Hand wieder einsatzfähig sein wird.

21.06.2018

Ein bewegtes Wochenende...

...liegt hinter uns. Einerseits besuchte der deutsche Botschafter aus Lima das Hospital und die Schule. Nachdem er Klaus und Martina John bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande an die beiden kennengelernt hatte, wollte er sich das Projekt selbst einmal ansehen. Nach einer Führung durch das Hospital schaute er mit uns das Peru-WM-Spiel in der Sporthalle der Schule. In der Halbzeitpause führte der deutsche Schuldirektor Christian Bigalke die Besucher durch das Colegio Diospi Suyana. Sie zeigten sich beeindruckt, was für eine ausgezeichnete Infrastruktur den Andenbewohnern - gerade den jüngsten - hier geboten wird. Leider verlor Peru gegen Dänemark und auch noch Deutschland am Sonntag gegen Mexiko. Die Grippewelle (hier ist Winter) hat jetzt auch uns schwer erwischt. Aber wir bleiben fröhlich und hoffen auf Siege heute und am Samstag!

04.06.2018

Ferien in Quillabamba

Eine Woche Schulferien haben wir gemeinsam mit zwei befreundeten Familien in Quillabamba verbracht. Sechs Stunden panoramareiche Autofahrt mit hunderten Kurven und über einen Bergpass in 4300m Höhe - und "schon" konnten wir das warme Dschungelklima genießen. Einige Impressionen unserer Reise anbei. Die Auszeit hat uns gut getan. Nun sind wir zurück in Curahuasi und es ist - besonders im Vergleich - sehr kalt. Es wird Winter in Peru! Leider haben die Häuser hier keine Heizung. Zum Glück scheint aber normalerweise tagsüber die wärmende Sonne, sodass wir eigentlich nur abends und nachts kalte Nasenspitzen haben.

10.05.2018

Eine Assistenzärztin für die Unfallchirurgie!

Am 16.4. hatte Tim in Lima einen Vortrag in der traumatologischen Abteilung der Uniklinik Cayetano in Lima über Diospi Suyana und die Unfallchirurgie gehalten - und am 1.5. reiste Silvia an, seine neue Assistenzärztin, die nun von dort aus eine Außenrotation in Curahuasi absolviert. Das ist einerseits eine tolle Unterstützung und Entlastung. Endlich ist die Traumatologie bei Diospi Suyana keine "One-man-show" mehr. Andererseits ist es natürlich eine Bereicherung der Ausbildung der jungen Kolleginnen und Kollegen, die hier viel lernen können. Auch im Sinne der Nachhaltigkeit unseres Projektes also ein wichtiger Schritt vorwärts. Silvia war begeistert, dass Tim so hochwertige Materialien zum Operieren vorrätig hat - selbst an der Uniklinik in Lima müssen Patienten oft mangels der nötigen Implantate wochenlang warten, bis ihre Knochenbrüche versorgt werden können...

19.04.2018

Dieser Patient wurde nachts im örtlichen Gesundheitszentrum versorgt - indem die Haut über seiner Messerstichverletzung der Hand zugenäht wurde. Tim stellte dann am nächsten Tag fest, dass sowohl Sehnen als auch Nerven der Mittelhand durchtrennt waren. In einer mehrstündigen OP fügte er die verletzten Strukturen zusammen, sodass hoffentlich die Funktion in einigen Wochen wieder gut hergestellt sein wird. Dazu muss der Patient sich aber an die postoperativen Spielregeln halten und die Hand in der (unter Mithilfe des Orthopädietechnikers) selbst "gebastelten" Schiene beüben.

25.03.2018

Fuuuuußball!

Am vergangenen Freitag haben wir mit unserem Fußballtraining für Kinder der Klassen 1-3 der Diospi Suyana-Schule begonnen. Sem freut sich natürlich riesig, dass er endlich wieder trainieren kann. Es gibt an der Schule ein breit gestreutes Nachmittagprogramm für die verschiedenen Altersgruppen von Sport über Instrumentenunterricht und Pfadfinder. Es ist wichtig, den Kindern etwas Sinnvolles für ihren Zeitvertreib anzubieten. Denn viele sitzen sonst stundenlang in Internet-Cafés, wo sie für wenige Soles Online-Spiele spielen können. Schon Kindergartenkinder verbringen so ihre freie Zeit. Es ist toll, dass das Colegio Diospi Suyana attraktive Alternativen anbietet.

 

 

18.03.2018

Curahuasialltag für Groß und Klein:

Ein dicker Bauch - diese Patientin kam nicht zum Kaiserschnitt! Ihre Gebärmutter war riesig. In einer unkomplizierten OP entfernten wir sie, und die Patientin konnte schon bald entlassen werden.

Tim entfernte bei einem 12jährigen Jungen einen überschüssigen sechsten Finger an seiner Hand. Solche Fehlbildungen führen hier zu sozialer Diskriminierung. Die Familie war erleichtert.

Die Kinder haben viel Spaß in Curahuasi - wie hier Sem beim Fahrrad fahren. Er findet es toll, dass man sich hier mit Steinen, Erden und manchmal Brettern überall einfach Schanzen bauen kann und niemanden stört´s.

18.02.2018

Es lebe die Regenzeit! In Peru gibt es aufgrund der Äquatornähe keine "richtigen" Jahreszeiten wie in Europa. Man unterscheidet eigentlich nur Trocken- und Regenzeit. Von Oktober bis April ist es nass und wärmer (es wird vor allem nachts nicht so bitterkalt). Hier in Curahuasi regnet es aber meistens nur nachts und tagsüber kommt fast immer zumindest stundenweise die Sonne raus. Uns gefallen diese Monate gut. Erstens wird alles wunderschön grün, zweitens gibt es tolle Matsch-Pfützen und drittens haben wir genug Wasser. So viel, dass allerdings auch die eine oder andere Wand in unserem Haus nass wird...

31.01.2018

Zurück aus dem Urlaub!

Wir sind sehr dankbar, dass wir Zeit zum Abschalten und gemeinsam als Familie hatten. Typisch für "Third culture kids" (Kinder, die eine prägende Zeit ihrer Entwicklungsjahre in einem Land aufwachsen, das nicht das Herkunftsland ihrer Eltern ist) kennen sich unsere Kinder besser an Flughäfen aus als an einer Bushaltestelle.

Nach 2 1/2 Wochen auf "Normal-Null" müssen wir uns jetzt erst einmal wieder an die Höhe gewöhnen: Die Luft ist dünn hier oben! Cusco liegt auf über 3000m, Curahuasi auf 2650m. Symptome, mit denen wir je nach Person und Tagesform in unterschiedlicher Ausprägung zu kämpfen haben, sind Herzrasen, Kopfschmerzen und Übelkeit. Dafür sind wir auf Höhe des Meeresspiegels topfit, weil unser Körper extra viele rote Blutkörperchen für den Sauerstofftransport produziert. Vielleicht laufen wir nach dem langen Höhentraining einen (Halb...)marathon mit, wenn wir zurück in Deutschland sind.

30.12.2017

Zum Jahresabschluss operierten wir ausnahmsweise zusammen. Aufgrund der Feiertage war das Diospi-Ärzteteam sehr reduziert. Als bei einer Patientin ein Geburtstillstand diagnostiziert wurde und daher ein Kaiserschnitt nötig war, assistierte Tim Miriam. Da sich in der Operation (ohne vorherige Anzeichen) eine so genannte gedeckte Ruptur zeigte (die Gebärmutterwand war bis auf eine dünne Hautschicht eingerissen), sind wir sehr dankbar, dass Mutter und Kind wohlauf sind. Denn wenig später hätte die Situation vielleicht für beide lebensbedrohlich werden können.

Hier noch der Link zu einem sechsseitigen Artikel, den Tim über seine Arbeit in der deutschen Fachzeitschrift "Der Unfallchirurg" veröffentlichen konnte: http://www.diospi-suyana.de/wp-ds/wp-content/uploads/2017/12/Unfallchirurg-Oktober-2017.pdf

 

 

 

03.12.2017

Miriams Patientin hatte einen großes Tumor im Unterbauch. Er wurde in einer 45minütigen OP entfernt, fühlte sich steinhart an und hatte über 15cm Durchmesser. Zwei Tage später konnte die Dame wieder entlassen werden. Sie freute sich sehr. Nun warten wir auf das histologische Ergebnis. Am ehesten war es zum Glück eine gutartige Veränderung. Da es hier keine gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen gibt und sich besonders die Quechua-Frauen vom Land überhaupt scheuen, zum Arzt zu gehen, sind die Erkrankungen oft viel fortgeschrittener als in Deutschland.

29.10.2017

Ausflug zur Lagune in der Nähe des Salcantay

Manchmal ist es schwer für uns, Schönes mit den Kindern zu unternehmen. In Curahuasi gibt es eigentlich genau zwei Möglichkeiten, wo wir mit ihnen hingehen können, damit sie rennen und spielen können: das Hospital und die Schule Diospi Suyana. Schöne Spielplätze, Schwimmbad, Eisdiele, Erdbeerfeld... das gibt es hier alles nicht. Mit größeren Kindern kann man gut raus in die Natur und zum Beispiel campen und Mountainbike fahren. Mit unseren Kleinen ist das noch ziemlich schwierig. In der "näheren" Umgebung gibt es durchaus tolle Ausflugsziele - aber meist muss man doch eine ordentliche Strecke Auto fahren und wandern. Joah wird es bei den vielen Kurven schnell schlecht und Liah mag auch nicht so gerne lange in ihrem Sitz eingepfercht sein.

Da wir aber sonst über kurz oder lang einen Lagerkoller bekommen, müssen wir ab und zu einfach mal raus. Gestern sind wir daher mit zwei befreundeten Familien (dem Aufwand und dem bei Abfahrt miesen Wetter zum Trotz) früh morgens in Richtung Salcantay (ein über 6000m hoher, schneebedeckter Vulkan) aufgebrochen. Nach zwei Stunden Autofahrt - zum Teil durch dichten Nebel und Regen, viele riesige Pfützen und um unzählige Kurven - kamen wir am Basislager an. Dann ging es 1,5 Stunden steil bergauf (für uns zu Fuß, für die Kinder zum Teil zu Pferde). Belohnung waren wunderschöne Aussichten und ein Picnic an einer malerischen Lagune.

Müde, aber glücklich kamen wir abends wieder daheim an. Die Kinder hatten alles erstaunlich gut mitgemacht! Und Peru hatte sich von einer seiner schönsten Seiten gezeigt.

18.10.2017

Kleine Füße - großes Leid.

Ein neuer kleiner Erdenbürger hat das Licht der Welt erblickt - im Kreißsaal des Hospitals Diospi Suyana. Doch in das große Glück der Eltern mischt sich schnell Schrecken. Der neugeborene Junge hat eine angeborene Fehlbildung - so genannte Klumpfüße.

Hier greifen nun Geburtshilfe und Traumatologie / Orthopädie in einander. Tim kann die Eltern beruhigen: Zwar liegt in den nächsten Jahren ein schwerer Weg vor ihnen un ihrem Kind mit Behandlung mittels Gips, Operationen und gespendeter Schienen sowie Spezialschuhen - doch damit wird ihr Sohn hoffentlich schließlich normal laufen können.

Wir sind sehr dankbar für den großen Unterschied, den wir im Leben vieler einzelner Menschen hier machen dürfen.

10.10.2017

Zurück aus Lima - wir sind sehr dankbar! Vor einer Woche bekamen wir einen Anruf, dass wir zu einem Gespräch an die Universität kommen sollten. Eine Kommission von Professoren mit Vorsitz des Dekans der medizinsichen Fakultät entschied über die Anerkennung unserer Approbation als Ärzte. Die Reise lief gut, und es war ein nettes und entspanntes Gespräch mit der anschließenden Zusicherung, dass unsere Titel anerkannt werden. Das ging nun alles in allem schneller und unkomplizierter als gedacht. Zurück daheim erwarteten uns drei gesunde und fröhliche Kinder - dank unserer lieben beiden Helferinnen Alexa und Elisabet war auch zu Hause alles gut verlaufen.

Nun fiebern wir mit: Unsere Wahlheimat Peru kämpft gerade um die Qualifikation zur Fußball-WM 2018!

19.08.2017

Besonderer Besuch aus Deutschland:

Zwei Tage lang schaute sich Frank Orschler, Inhaber der Firma Königsee Implantate, Curahuasi, das Hospital und die Schule Diospi Suyana an - und war beeindruckt. Im Morgengottesdienst wurde seine Großspende zur Ausstattung der Unfallchirurgie präsentiert. Er selbst ergriff ebenfalls das Wort und bedankte sich seinerseits für die Möglichkeit, hier helfen zu können. Da er schon einige Krankenhäuser in Südamerika besichtigt hat, wusste er, wovon er sprach, als er sich an die Patienten wandte und sagte: "Sie können sich glücklich schätzen, dass es dieses Hospital gibt."

Für uns ist diese grandiose Spende ein Beweis dessen, dass Gott auch heute noch Wunder tut!

14.08.2017

Parasiten?!

Seit zehn Tagen werden unsere Kinder (vor allem die beiden Kleinen) immer wieder von Durchfall und Erbrechen geplagt. Nun haben wir uns (auch wenn bisher in den Untersuchungen nichts nachgewiesen werden konnte) zu einer Anti-Parasiten-Behandlung durchgerungen. Man bekommt Parasiten vom verunreinigten Wasser oder von Obst und Gemüse oder man steckt sich gegenseitig an. Hier sind sie überall, und irgendwann trifft es jeden... Nun hoffen wir, dass die Kinder mitmachen und uns das Zeug nicht regelmäßig durch die Gegend prusten. Eine Woche - dann haben wir hoffentlich mal wieder eine Weile Ruhe...

11.08.2017

Wasserproblem gelöst?!

Eine der härtesten Umstände unseres Lebens hier in Curahuasi ist das ständige Bangen um die Wasserversorgung. Manchmal kommt von der Straße zu unserem Haus nur wenig Wasser mit wenig Druck für wenige Stunden. Dann sammelt sich kaum etwas bis nichts im Tank auf dem Dach - und es heißt Sparen! Möglichst nicht duschen, keine Wäsche waschen, damit zumindest die Toilettenspülung noch funktioniert und Wasser aus dem Hahn kommt zum Hände waschen und Geschirr spülen. Wenn dann die Tanks schließlich tatsächlich leer sind, heißt es Kanister schleppen...

Nun hat Tim eine Pumpe und einen kleinen zusätzlichen Tank im Garten installiert, sodass auch bei wenig Wasserdruck das, was ankommt, nach oben gepumpt werden kann. Damit schien unser Problem gelöst!

Aktuell ist die Wasserzufuhr von der Straße her allerdings zwei Tage (oder auch länger??) ganz abgestellt, da neue (größere) Rohre installiert wurden (Tim und Joah haben gemeinsam mit den Nachbarn die Straße aufgegraben), die nun erst durchgespült werden müssen.

19.07.2017

Drei Gynäkologen - ein Myom:

Blutungsstörungen mit Blutarmut und Unterbauchschmerzen sind typische Symptome gutartiger Muskelknoten der Gebärmutter. Darunter litt auch die Patientin, die wir am Dienstag operierten. Geplant war eigentlich eine komplette Entfernung der Gebärmutter. Nachdem aber das riesige Myom entfernt war, zeigte sich das restliche Organ unauffällig, sodass es verbleiben konnte. Zu dritt sind wir deshalb, weil immer ein Assistenzarzt oder eine Assistenzärztin aus Lima für eine Rotation bei uns in Curahuasi im Einsatz ist. Durch dieses kontinuierliche Investment in die Ausbilung peruanischer Gynäkologen möchten wir einen Wissenstransfer in die Bevölkerung sicherstellen. Außerdem operiert es sich mit mehr Händen leichter!

25.06.2017

Der Ernstfall ist eingetreten! Tim war am Wochenende bei einem schweren Unfall mit mehreren Verletzten im Einsatz. Er hatte vorher großen Respekt vor so einer Situation unter den hier gegebenen Umständen. Es lief aber sehr gut. Das Team war kompetent und motiviert und die Hinzugerufenen waren rasch zur Stelle. Trotz der Sprachbarriere hatte Tim das Gefühl, auch dank der guten Zusammenarbeit unter einander im Ärzteteam (in solchen Fällen werde alle hereingerufen), gut zurechtzukommen. Es ist toll, dass alle Diospi-Mitarbeiter in solchen Fällen im Rahmen einer Gebetskette informiert werden und sofort beten. Das spürt man wirklich.
Hier ein Bericht darüber auf der Diospi-Homepage:
www.diospi-suyana.de/der-unfall-in-der-daemmerung/

22.06.2017

Das Aufwachsen in einer fremden Kultur hält für Kinder im Ausland tätiger Eltern besondere Herausforderungen bereit - hier in Peru ist es zum Beispiel das "Marschieren". Zu besonderen Anlässen ist es hier üblich, dass die Schulen und andere Organisationen auf dem Plaza de Armas (am vergangenen Sonntag sehr schön festlich dekoriert) aufmarschieren. Uns mutet das sehr militärisch an. Für die Peruaner ist es Ausdruck des Stolzes auf ihr Land und eben beispielsweise ihre Schule. Anlässlich des Geburtstages der Diospi-Suyana-Schule durften nun zum ersten Mal auch Sem und Joah mitmachen - und hatten (zeitweise...) sogar Spaß dabei!

10.06.2017

Ein Curahuasi-Samstag

Nach einer besonders in der Gynäkologie sehr arbeitsreichen Woche haben wir es alle genossen, heute frei zu haben. Zumindest, nachdem Tim um 11 Uhr aus der Klinik zurückkam und nachdem Miriam, Sem und Joah bei der alljährlichen Müllsammelaktion der Schule mitgeholfen hatten.

Freunde hatten unser Auto ausgeliehen und uns dafür ihr Quad überlassen. Wir hatten viel Spaß damit! Besonders Sem und Joah waren natürlich begeistert und kletterten den halben Tag darauf herum, machten mit Papa Spritztouren, und nachmittags fuhren wir tatsächlich zu fünft spazieren.

Zum Kaffee gab es einen Blaubeer-Hefezopf. Wir machen hier viel mehr selbst als in Deutschland. Zum Beispiel auch Joghurt aus der Milch, die uns eine Curahuasina zwei Mal die Woche liefert (von Kühen aus unserer Nachbarschaft).

20.05.2017

Arbeit – und Vergnügen!

Es ist erstaunlich, wie viele Unfälle hier in der Gegend passieren und wie viele Peruaner quer durch´s Land reisen und eine Odyssee durch verschiedene Kliniken hinter sich haben, bis einige von ihnen schließlich bei Diospi Suyana landen (so dass eine „akute“ Fraktur auch mal schon drei Wochen alt sein kann...). In anderen Krankenhäusern können sie sich oft die Behandlung nicht leisten (selbst mit der staatlichen Versicherung nicht, weil meist zusätzlich zu den eigentlichen Behandlungskosten Bestechung verlangt wird) oder müssten wochenlang auf eine Operation warten, weil die strukturellen und personellen Voraussetzungen nicht gegeben sind, um eine zeitnahe adäquate Versorgung zu gewährleisten.

Auch in der Gynäkologie und Geburtshilfe gibt es viel zu tun, wider Erwarten auch in der Onkologie. Miriam konnte schon einige Brust-Biopsien durchführen, nächste Woche steht wieder eine gynäkologisch-onkologische Operation an, bei der sie mithelfen wird. Einigen „Diospi-Babies“ hat sie mittlerweile auch schon auf die Welt geholfen.

Neben der Arbeit haben wir uns dem Projekt „Peru liebgewinnen“ verschrieben. Wir wollen die nächsten Jahre nicht einfach aushalten, sondern auch Freude daran haben, hier zu sein. Also machen wir, jetzt, wo die gröbsten Probleme am Haus gelöst sind - sofern uns mit Tim 24/7-Bereitschaft und dem weiterhin komplizierten Curahuasi-Alltag Zeit bleibt - Ausflüge in die schöne Umgebung. Heute waren wir an einer nahegelegenen Lagune (eine Stunde Fahrt mit dem Auto über Stock und Stein). Es tut uns gut, zusammen raus zu kommen und Natur zu genießen

04.05.2017

Danke, liebes Goldpaar! Elisabeth und Reiner Gräfingholt haben ein wunderschönes Jubiläum, ihre goldene Hochzeit, gefeiert - und zugunsten unserer Arbeit hier in Peru auf Geschenke verzichtet. Wir freuen uns sehr über diesen tollen Anlass und die schöne Aktion. Danke, ihr Lieben, dass ihr hinter uns steht und uns unterstützt. Danke natürlich auch an alle Gäste für ihre Spenden.

21.04.2017

Als kleiner Einblick in seine Arbeit ein Fallbericht von Tim: Ein fünfjähriger Junge aus Cusco besuchte gemeinsam mit seiner Mutter Angehörige in Curahuasi und stürzte beim Spielen auf den linken Arm. Dabei zog er sich eine sog. Monteggia-Äquivalentverletzung des linken Unterarms zu, die Tim operierte. Innerhalb von nur vier Tagen stellten sich in seiner Sprechstunde weitere drei Kinder bzw. Jugendliche vor, die vor Monaten bzw. Jahren dieselbe Verletzung erlitten hatten, jedoch nicht adäquat behandelt worden waren. Alle drei hatten deutliche Fehlstellungen bzw. Bewegungseinschränkungen. Der Junge hingegen, der bei Diospi Suyana behandelt werden konnte, wird aller Voraussicht nach lediglich eine kleine Narbe am Unterarm davon tragen.

29.03.2017

Sechs Wochen Curahuasi! Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Mittlerweile haben wir beide begonnen zu arbeiten. Wie zu erwarten war, sieht besonders Tim sehr krasse Fälle (siehe Röntgenbild einer in einer anderen Stadt operierten und fehl"verheilten" Oberschenkelfraktur). Wir erleben unsere peruanischen Patientinnen und Patienten als sehr freundlich und dankbar. Sie nehmen für eine Behandlung zum Teil weite Reisen zu Fuß und per Bus auf sich. Es ist schön, nach der Sprachschulzeit, den vielen Behördengängen und Vorbereitungen nun endlich das zu tun, wofür wir eigentlich hier sind.

Die gröbsten Mängel an unserem Haus sind mittlerweile behoben, auch wenn es weiterhin undichte Wasserleitungen gibt (aber zumindest steht kein Wasser mehr in den Räumen - unsere Füße bleiben trocken!) und sich Ameisen und Mini-Skorpione bei uns besonders wohl zu fühlen scheinen.

Wir sind sind sehr dankbar, dass der südliche Teil Perus, wo wir leben, von den schweren Überschwemmungen nicht betroffen ist. Es ist zwar auch viel matschig auf den Straßen, auf dem Weg nach Cusco ist die Panamericana immer wieder teilweise durch Erdrutsche und Steinschläge blockiert und bei Starkregen haben wir nasse Wände, aber das ist ja nichts im Vergleich zu dem, was viele Menschen hier in Peru derzeit erleiden!

04.03.2017

Curahuasi - endlich ein neues Zuhause! Wir fuhren 14 Stunden in unserem (ja, unserem!) Auto durch Peru. Ein schöner Zwischenstopp nach unserer ersten von drei Etappen am Titicacasee hat uns sehr gut getan. Wir haben die berühmten schwimmenden Inseln besucht und die intensiven Farben der Natur um Puno bewundert. Wir hatten bestes Reisewetter und kamen wohlbehalten in Curahuasi an.

Nun haben wir noch etwas Zeit, um uns vor Arbeitsbeginn in unserem neuen Heim einzurichten. Es kam zwar einige Tage kein Wasser aus der Leitung (defektes Rohr oberhalb unseres Viertels), dafür bei stärkerem Regen durchs Dach. Hier muss jetzt noch abgedichtet und nachgearbeitet werden. Die feuchten Wände werden dann hoffentlich abtrocknen.

Willkommen in den Anden!

Die Jungs haben mittlerweile Schule und Kindergarten begonnen (Joah allerdings nur einen Tag, dann musste er wegen Brech-Durchfall erst mal wieder daheim bleiben...). Es hat ihnen sehr gut gefallen. Die Diospi Suyana - Schule ist ein riesiger Segen für uns. Die Atmosphäre ist sehr liebevoll. Sem ist begeistert von seiner neuen Lehrerin und war traurig, dass er nicht auch samstags und sonntags in die Schule darf. Wir freuen uns sehr, dass es ihm so gut gefällt.

Die Natur um uns ist wunderschön. Schon nach wenigen Tagen haben wir uns trotz aller Widrigkeiten hier mehr zuhause gefühlt als nach fünf Monaten in Arequipa. Dafür sind wir sehr dankbar.

Wir beginnen nun, stundenweise zu arbeiten. Nebenher bringen wir das Haus in Schuss und helfen den Kindern beim weiter Einleben und Ankommen. Bald ist dann unser offizieller Arbeitsstart, und wir freuen uns darauf!

03.02.2016

Unsere Zeit in Arequipa geht zu Ende. Vor uns liegen nun ein Umzug - in Peru noch mal deutlich komplizierter und nervenzehrender als in Deutschland - und eine ca. 14-stündige Autofahrt (in drei Etappen), die aufgrund der starken Regenfälle der letzten Zeit nicht ganz ohne sein könnte. Hier kommt es immer mal wieder zu Erdrutschen und Schlammlawinen. Die letzten Tage verwöhnt uns Arequipa aber wieder mit schönem Wetter, sodass wir hoffen und beten, dass das erst mal so bleibt.

Paradoxer Weise hat der viele Regen dazu geführt, dass immer wieder große Teile der Stadt ohne Wasserversorgung sind (bis zu 700 000 Menschen). Keiner weiß, warum, aber das Haus, in dem Miriams Eltern wohnen, hat in solchen Fällen immer trotzdem Wasser. Was für ein Segen - wir können hier waschen und duschen!
Heute war unser Abschied in der Sprachschule - und wir freuen uns auf Curahuasi, aber natürlich ist es auch traurig, schon wieder zu lieb gewonnen Menschen auf Wiedersehen sagen zu müssen. Wir haben die übliche Abschiedsrede gehalten - und sind froh, dass unser Spanisch verständlich war. (-:

09.01.2017

Die letzten beiden Wochen hatten wir Sprachschulferien und verbrachten den Großteil der Zeit in Curahuasi, unserem zukünftigen Wohn- und Wirkungsort. Tim brachte ungeplant bereits seine erste Operation hinter sich. Eines ist sicher: Wir werden gebraucht!

Ausgerechnet währen unserer 8 Tage in Curahuasi kam Container 57 mit Tims OP-Materialien an! Ein Wunder, denn normalerweise ist mit viel längerer Zeit im Zoll in Lima zu rechnen. Tim, Sem und Joah luden begeistert mit aus.

Nun, nachdem wir Ort und Leute kennengelernt haben, freuen wir uns umso mehr auf unseren Umzug im Februar. Die Gegend ist wirklich wunderschön - majestätische Berge und viel Grün. Zwei Tage verbrachten wir in Cusco, wo wir immer wieder für Großeinkäufe sein werden. Auch dort hat es uns viel besser gefallen als in Arequipa.

Nun starten wir in unseren letzten Sprachschulmonat - und hoffen, dass unser Spanisch noch mal einiges besser wird, damit wir gut vorbereitet unsere Arbeit beginnen können.

22.12.2016

Stunden um Stunden verbrachten wir in den letzten drei Tagen bei Behörden, Notaren und in Taxis quer durch Lima und erlebten Verwirrung, Erfolge und Misserfolge, vor allem aber Bewahrung und Segen. Gestern sind wir mit unseren ersehnten vier Plastik-Kärtchen (Ausweise und Führerscheine) wohlbehalten nach Arequipa zurückgekommen.
Wir sind auf den Flügen und allen Fahrten bewahrt geblieben (in Lima herrscht immer viel Verkehr mit peruanischer Fahrweise, die Kriminalitätsrate ist hoch). Liah hat alles super mitgemacht. Sie hat tausende Komplimente geerntet und ist bei der Führerscheinstelle dem Personal zum Teil schon namentlich bekannt (als einziges weißes Baby weit und breit). Vor allem aber hat sie uns geschätzte sechs Stunden Wartezeit erspart - denn überall wurden wir bevorzugt dran genommen und an den immer langen Schlagen vorbei geschleust. Es ist wirklich beeindruckend, WIE kinderfreundlich die Peruaner sind.
Alles in allem sind wir einfach nur unendlich dankbar, dass die Hürde Führerschein genommen ist und nun auch die Kinder-Visa beantragt sind. Voraussichtlich im März müssen wir dann alle fünf noch mal zusammen nach Lima - Kinder-Ausweise abholen und unsere Arzt-Lizenzen beantragen. Aber jetzt darf es erst mal Weihnachten werden!
Ich (Miriam) singe im Weihnachts-Chor unserer Gemeinde hier und hatte die ganze Zeit über eine Stelle aus einem der Lieder als Ohrwurm: „Dios con nosotros, Emmanuel“ - Gott mit uns. Und das war und ist er! In diesem Sinne eine gesegnete Weihnachtszeit.

04.12.2016

Advent im Sommer - fühlt sich manchmal komisch an, ist aber auch schön. Zumindest schön warm. Unser dritter Monat in Peru ist beinahe um, und es geht uns gut. Heimweh und Magen-Darm-Probleme sind weniger geworden, und manchmal ist es beinahe lustig, wie schnell vieles, was am Anfang sehr befremdlich für uns war, schon ganz normal geworden ist. Manches kommt uns auch durchaus entgegen: Dass zum Beispiel nie jemand pünktlich kommt, ist mit drei Kindern recht angenehm - es fällt überhaupt nicht auf, wenn man zu spät dran ist.

Ansonsten haben wir rundum viel zu tun. Es gilt, unser neues Haus in Curahuasi einzurichten (Foto: Matratzenlieferung peruanisch: auf dem Taxidach!) und Dinge wie Warmwasserinstallation zu organisieren. Wir suchen ein Auto, das groß genug, sicher und in gutem Zustand ist. In zwei Wochen fliegen Tim, Miriam und Liah nach Lima - unsere Visa sind genehmigt! Endlich, nachdem es zunächst zu einer Verzögerung gekommen war. Im Rahmen dieser Reise werden wir die Visa der Kinder beantragen (was jetzt erst möglich ist, nachdem wir unsere haben) und unsere peruanischen Führerscheine machen, weswegen wir gerade dabei sind, 200 Fragen mehr oder weniger auswendig zu lernen, die einem irgendwie Spanisch vorkommen...

Und natürlich sind wir weiterhin dabei, die neue Sprache zu lernen - mit Höhen und Tiefen. Manchmal haben wir das Gefühl, es geht gar nicht voran, dann wieder sind wir glücklich, wenn wir in einem Gespräch mal das meiste verstanden haben...

Im Februar jedenfalls geht es dann nach Curahuasi - hoffentlich mit Auto und allen für den Anfang nötigen Anschaffungen für unser neues Zuhause.

Hier geht es zu unserem diesjährigen Weihnachtsbrief.

29.10.2016

Sem konnte heute zum ersten Mal für das Fußballteam seiner Schule in einem Turnier spielen - und zwar in einem richtigen Stadion. Er hat sich sehr gefreut, wir auch. Auf dem Foto steht er im Tor.

Es geht uns weiterhin gut. Zwar haben wir immer wieder mit Magen-Darm-Problemen, Sommergrippe (ja, es geht hier auf den Sommer zu!) und Heimweh zu kämpfen. Aber wir fühlen uns auch reich beschenkt durch so viel Gutes, das wir hier erleben: die Freundlichkeit der Peruaner (besonders gegenüber Kindern, vor allem Liah wird stets mit Komplimenten überhäuft), Bewahrung auf abenteuerlichen Autofahrten ohne Sicherheitsgurte, liebevolle und tatkräftige Unterstützung durch Miriams Eltern, gutes Wetter, Bergpanorama und die Möglichkeit von Auszeiten von Lärm und Dreck der Großstadt bei Ausflügen in die Umgebung. Sehr gefreut haben wir uns auch über die tolle Aktion "Spenden statt Schenken" der Firma Fleisch und Wurst Bernd Uhl in Schallstadt - statt Weihnachtspräsente für die Kunden gab es eine großzügige Unterstützung für unseren Einsatz. Danke dafür!

Mittlerweile freuen wir uns schon darauf, dass wir dann ab Anfang / Mitte Februar in Curahuasi wieder ein richtiges (da permanentes) Zuhause haben werden. Zwar wird dann der Alltag nochmals deutlich herausfordernder (der nächste Supermarkt beispielsweise ist dann eine sehr kurvige Autofahrt von mindestest 1,5 Stunden - bzw. 2,5 Stunden in die andere nächstgelegene Stadt - durch die Anden entfernt), aber dafür haben wir mehr Natur um uns, und es gibt viele Spielkameraden für die Kinder.

Ab März geht dann auch unsere Arbeit im Hospital los. Besonders für Tim ist die Aufgabe, eine Abteilung komplett neu aufzubauen, durchaus respekteinflößend. Aktuell haben wir - da alle anderen Bemühungen um Förderung bisher gescheitert sind - ein Projektkonto bei der VDM eingerichtet, auf das gerne alle spenden können, die Freude daran hätten, uns bei der Anschaffung von OP-Material zur akuten Versorgung Verletzter (v.a. sog. "Fixateure") zu unterstützen. Details siehe "Projektkonto Unfallchirurgie" unter "Unterstützung".

Vielen herzlichen Dank für alle Spenden, Gebete und lieben Nachrichten!

12.10.2016

Wir haben Post bekommen! Wir brauchten unsere Pässe, Passkopien, Übersetzungshilfe via Handy von unserem Sprachschullehrer und mussten einigen Unterschriften leisten - aber am Ende hatten wir überglücklich unsere Pakete in den Händen.

Sehr gerne gehen wir bald wieder zum Postamt, wenn uns jemand etwas schickt. Deutsche Süßigkeiten, eingeschweißtes Schwarzbrot und zuckerfreie Babysnacks, aber natürlich auch einfach Briefe machen immer Freude. (-: Aber bitte beachten: Nur an Tim ODER Miriam Boeker adressieren (auch, wenn etwas für eines der Kinder sein soll) und NIE "Familie" schreiben. Pakete am besten nicht über 2kg schwer (internationaler Großbrief kann eine güstige Alternative sein!) bzw. max. 5kg befüllen - sonst bekommen wir Probleme mit dem Zoll.

DANKE!

Foto: Die Vulkane Chachani und Misti.

27.09.2016

Mittlerweile ist eine Art Alltag bei uns eingekehrt. Morgens werden die Kinder meist gegen 6 Uhr wach, da es früh hell und laut wird in Arequipa. Um 8 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Sprachschule und machen unterwegs am Kindergarten Halt, wo Sem und Joah sich gut eingefunden haben. Sie meistern die Umstellung sehr tapfer. Den Vormittag über haben wir Unterricht. Nachmittags erledigen wir Einkäufe (gerade jetzt am Anfang müssen wir noch viel besorgen, was in unserer Wohnung nicht vorhanden ist), spielen mit den Kindern (Fußball- und Spielplätze sind rar, aber wir haben welche gefunden!) und üben - dank Oma und Opa, die mit den Kindern helfen - unser Spanisch, sofern Zeit bleibt. Wenn die Kinder abends im Bett sind, machen wir ca. zwei Stunden Hausaufgaben. Außerdem gibt es jeden Tag 50-100 neue Vokabeln zu lernen - ganz schön herausfordernd! Schließlich wird noch aufgeräumt und der nächste Tag vorbereitet.

Insgesamt haben wir uns schon gut eingelebt und uns an Lärm, streunende Hunde und trockene Luft (wir wohnen hier in der Wüste!) gewöhnt. Allgegenwärtig ist die Armut vieler Peruaner. Wir sehen jeden Tag, dass unsere Hilfe wirklich gebraucht wird.

Wirklich schön ist: Hier scheint jeden Tag die Sonne!

 

11.09.2016

Linkes Bild: Aus dem Flugzeug zwischen Lima und Arequipa. Rechtes Bild: Arequipa mit dem Vulkan Misti.

Wir sind wohlbehalten und diesmal unkompliziert in Arequipa angekommen. Seit gestern haben wir auch zwei Plätze für die Jungs in derselben Gruppe unseres Wunschkindergartens, der direkt auf dem Fußweg zur Sprachschule liegt. Es geht uns gut, auch wenn wir uns an die laute, dreckige Stadt voller streunender (und manchmal toter...) Hunde erst gewöhnen müssen und an die einfachen Bedingungen, unter denen wir nun leben. Aber wir haben schon Crêpes gemacht (Oma und Opa haben das Gerät dabei!), waren ein Eis essen und Sem konnte gestern beim Familienfest unserer neuen Schule (zu der der Kiga gehört) zum ersten Mal mit peruanischen Kindern Fußball spielen und hatte richtig Spaß dabei. Am Montag geht nun für uns die Sprachschule los, und wir hoffen, dass wir schnell lernen, damit wir hier noch besser zurecht kommen.

04.09.2016

Eine ziemlich nervenaufreibende und anstrengende Reise von 44 Stunden mit gestrichenem Flug liegt hinter uns. Es geht uns aber jetzt wirklich gut im wunderschönen Diospi Suyana Gästehaus in Lima. Das ist die Kurzversion. Wer Genaueres über die verrückten Einzelheiten wissen möchte, darf gerne weiterlesen. (-:

Zunächst einmal erfuhren wir ca. zwei Wochen vor Abreise, dass unser Abendflug nach Madrid gestrichen worden war und wir deshalb zehn Stunden Aufenthalt dort am Flughafen würden herumbekommen müssen - mit drei Kindern zwischen vier Monaten und  fünf Jahren eine gewisse Herausforderung... Nun gut, die bittere Pille wurde wohl oder übel geschluckt.
Bei der Fahrt zum Flughafen standen wir dann wegen einer Vollsperrung der benachbarten A67 fast die gesamte Strecke im Stau, so dass wir statt 35 Minuten fast 1,5 Stunden unterwegs waren und zwar rechtzeitig, aber schon etwas abgekämpft zum Check-in kamen. In Madrid verbrachten wir nun viele Stunden am Terminal, was aber dank eines tollen Spielzimmers ziemlich gut verlief. Allerdings erfuhren wir dann (mehr oder weniger zufällig!) um 23 Uhr, dass unser für 00:35 Uhr geplanter Flug nach Lima gestrichen worden war und wir erst am nächsten Tag um 11 Uhr würden fliegen können. Das hatte die Airline uns nicht mitgeteilt, obwohl es schon den ganzen Tag bekannt gewesen war und wir längst hätten im Hotel sein können, statt am Flughafen die Zeit totzuschlagen. So aber kamen wir nach einer mitternächtlichen Busfahrt müde und entnervt an einem völlig überfüllten Hotel an und warteten eine gefühlte Ewigkeit, bis wir unser Zimmer beziehen konnten. Um 1:30 Uhr schließlich lagen wir zu fünft in einem zusammengeschobenen Doppelbett, um nach 4,5 Stunden wieder aufzustehen, um rechtzeitig am Flughafen zu sein. Dort angekommen waren unsere nachts neu ausgestellten Boardingpässe aus unerfindlichen Gründen ungültig. Wir wurden trotzdem durch Security geschleust, waren dann aber doch etwas nervös, ob der Flug wieder storniert würde oder nicht. Am Gate angekommen und schließlich tatsächlich am Warten auf das Boarding kam die Durchsage, dieses sei auf unbestimmte Zeit wegen technischer Probleme am Flugzeug verschoben. Also wieder Kinder bespaßen, warten und hoffen... Glücklicherweise durften wir dann – wenn auch mit ca. 1,5 Stunden Verspätung – diesmal tatsächlich boarden. Der zwölfstündige Flug verlief dann gut, obwohl es nun ungeplant ein Tag- statt eines Nachtflugs war, den die Kinder vermutlich größtenteils verschlafen hätten.

Endlich in Lima angekommen schafften wir es wunderbarer Weise problemlos, unsere vollen 183 Tage Touristenvisum zu bekommen, eine erste große Gebetserhörung, da das sehr hilfreich für die Erlangung unserer permanenten Visa ist. Tatsächlich waren auch alle unsere Gepäckstücke unbeschadet und komplett angekommen und nichts wurde vom Zoll moniert. Schließlich fuhren wir noch fast zwei Stunden im Minibus durch verstopfte Lima-Straßen. Die Jungs schliefen irgendwann völlig übermüdet ein (zuvor sagte unser zweijähriger Joah: „Mama, können wir noch beten?“, und das machten wir). Nach insgesamt 44 Stunden Reise kamen wir dann endlich an. Das Diospi Suyana – Gästehaus ist wie gesagt wunderschön, und das Hausmeisterpaar empfing uns sehr liebevoll mit schon bestellter Pizza plus Inka-Cola. Wir fühlten uns ganz schnell zu Hause.

Klaus John sagt ja immer, eine Mitarbeit bei Diospi kostet Blut, Schweiß und Tränen. Blut wurde zum Glück bisher keins vergossen, aber Schweiß und Tränen durchaus. Insgesamt sind wir aber doch wirklich dankbar: Es lief zwar nicht unbedingt prima, aber wir sind alle gesund und mittlerweile auch wieder fröhlich.

27.08.2016

Am kommenden Donnerstag geht es los. Wir lassen uns von Sommergrippe, Tims dicker Backe nach Weisheitszahn-Entfernung und Sems Gips bei gebrochenem Arm nicht unterkriegen. Poco a poco geht es voran - Schritt für Schritt!

Artikel über uns im Offenburger Tageblatt

20.07.2016

Alles Apostille, oder was?! Noch vor einem Dreivierteljahr hatten wir den Begriff "Apostille" noch nie gehört. Inzwischen verbringen wir Stunden und Tage damit unser halbes Leben apostillieren zu lassen, nachdem wir dank Google herausgefunden hatten, dass es eine Art der Beglaubigung von Urkunden ist, die - wenn ein entsprechendes Abkommen zwischen Deutschland und dem jeweiligen Zielland vorliegt - internationale Gültigkeit hat. Mittlerweile haben wir Apostillen unserer Heiratsurkunde, der Geburtsurkunden unserer Kinder, eines Auszugs aus dem Bundeskraftfahrzeugsregister, unserer Approbationsurkunden und hoffentlich bald auch noch unserer Promotionsurkunden. All das brauchen wir für unsere Visa, unsere Arztlizenzen und den peruanischen Führerschein - jeweils nur, um dann mit den eigentlichen Genehmigungsverfahren überhaupt erst beginnen zu können. Wir kennen mittlerweile alle möglichen Leute in den verschiedenen Standesämtern und Regierungspräsidien Baden Württembergs und bundesweit. An unseren ehemaligen Unis haben wir u.a. unsere Famulaturzeugnisse von vor über zehn Jahren vorgelegt und waren seit ewigen Zeiten mal wieder in einer Dekanatssprechstunde. So viel zur ab und zu gestellten Frage "Und was macht ihr jetzt so den ganzen Tag?" (-: (-: (-:

28.06.2016

Wir sind gerade bei unserer zweiten Vorbereitungswoche der VDM in Bassum, und es gibt wieder viele Gründe zum Danke sagen: Erstens an die Firma Axomed für eine tolle Sachspende (Marktwert ca. 10000 Euro) zur Ergänzung der Großspende von Königsee Implantate. Zweitens an unsere liebe Tante Verena Grüber für "Spenden statt Geschenke" anlässlich ihres sechzigsten Geburtstags. Drittens an die Kinder der EFG Hemsbach, die am vergangenen Sonntag selbst gebackene Waffeln zugunsten unseres Projektes verkauft haben. Eine tolle Aktion!

Herzliche Einladung zu unseren nächsten Terminen: Am 13.7. wird Tim um 16:30 Uhr im Casino des St. Josefskrankenhauses Freiburg einen Vortrag über Diospi Suyana und unseren geplanten Einsatz dort (insbesondere den Aufbau der Unfallchirurgie) halten.

Am 17.7. wird Liah im 10Uhr-Gottesdienst unserer Heimatgemeinde ICF Freiburg (Cinemaxx, Saal 9) gesegnet, und wir werden als Familie in unseren Peru-Einsatz verabschiedet.

Am 21.8. werden in der EFG Heilbronn (Schillerstr. 16) und am 28.8. in der EFG Hemsbach (Reichenbacherstr. 13), jeweils 10 Uhr, verabschiedet.

Wir werden uns leider nicht mehr mit euch / Ihnen allen einzeln treffen können und würden uns freuen, so vielen wie möglich bei einem dieser Termine persönlich "Auf Wiedersehen" sagen zu können.

19.05.2016

Vergangene Woche hatte Tim gemeinsam mit Dr. Klaus John einen Termin mit dem Geschäftsführer der Firma Königsee Implantate, Herrn Frank Orschler, in Thüringen. Das großartige Ergebnis: Königsee Implantate wird den Aufbau der Unfallchirurgie am Hospital Diospi Suyana mit großzügigen Sachspenden unterstützen, sodass eine umfangreiche und hochwertige Grundausstattung zur Versorgung von Verletzten vorhanden sein wird. Wir bedanken uns sehr herzlich!

02.05.2016

Es gibt einige Neuigkeiten! Unsere Tochter Liah Ann ist am 24. April geboren. Wir sind sehr dankbar, dass alles gut ging und wir jetzt zu fünft sein dürfen. Sie ist ein großes kleines Wunder und wir freuen uns sehr. Ein verspätetes Dankeschön noch an die Evangelische Kirchengemeinde Höchenschwand, wo wir uns am 3.4. vorstellen durften und eine Spende für unsere Arbeit bekamen. Am vergangenen Samstag hatte Tim Gelegenheit Diospi Suyana und sein Vorhaben, dort die unfallchirurgische Abteilung aufzubauen, in der Arbeitsgemeinschaft für Unfallchirurgie und Orthopädie in Entwicklungsländern vorzustellen. Zuletzt noch ein Termin zum Vormerken: Am 17.7.16 werden wir im 10 Uhr-Gottesdienst (Cinemaxx, Saal 9) unserer Kirchengemeinde ICF Freiburg als Familie in unseren Peru-Einsatz verabschiedet.

08.03.2016

Danke an Viola Enke & Band! Bei ihrem Konzert am 5.3. in Heilbronn wurden 470 Euro für unseren Peru-Einsatz gespendet - eine tolle Aktion!

23.02.2016

Am Sonntag Abend waren wir in Kehl zu Gospeltime eingeladen - danke an das Team und den Chor Jo´s Voice. Wir konnten unser Projekt vorstellen und bekamen eine tolle Spende überreicht als Unterstützung für unseren Einsatz bei Diospi Suyana. Heute berichtete auch das Offenburger Tageblatt. Hier geht es zum Artikel.

06.02.2016

Unsere Flüge nach Peru sind gebucht! Am 1. September geht es los. Nach Behördengängen in Lima fliegen wir weiter nach Arequipa, wo wir bis Mitte Februar eine Sprachschule besuchen werden, damit wir unsere Patienten auch verstehen.

01.02.2016

Ein Danke von Herzen an Viola Enke & Band: Bei ihrem Konzert in Heilbronn am 5. März 2016 werden 50% der Spenden unserem Peru-Einsatz zugute kommen (EFG HN, 20 Uhr, Schillerstr. 16).

Unsere nächsten Vorstellungstermine: 21.2.2016, 18 Uhr bei Gospeltime Kehl, 3.4.2016 beim Kirchenkaffee der Evangelischen Kirche in Höchenschwand (es sei denn Baby Nr.3 macht uns einen Strich durch die Rechnung (-:).

23.12.2015

Ein riesiges Dankeschön an die EFG Heilbronn für eine grandiose Spende für unsere Reisekosten - für uns habt ihr bewiesen: Was Gott bestellt, bezahlt er auch!

18.12.2015

Unsere zukünftigen Chefs Dr. Martina & Dr. Klaus John haben den peruanischen Verdienstorden erhalten. Mit den Medaillen ehrte der Premierminister Perus das Lebenswerk von „herausragenden Persönlichkeiten“, die sich um das höchste Interesse der peruanischen Nation verdient gemacht haben.

Hier der Artikel auf der Diospi-Suyana-Website.

21.11.2015

Vielen lieben Dank an Verena Grüber! Anlässlich ihres 60. Geburtstages wünscht sie sich Spenden für unser Projekt und verzichtet auf Geschenke.
Außerdem freuen wir uns auf unseren nächsten Vorstellungstermin, diesmal in Kehl bei GOSPELtime, am 21. Februar 2016. Nähere Infos: www.gospeltime-kehl.de.

08.11.2015

Hinter uns liegt eine Woche in Bassum bei der VDM, unserem zukünfitgen Arbeitgeber. Beim ersten  Vorbereitungsseminar für unseren Auslandseinsatz standen u.a. Steuern, Versicherungen, Rente, Adressverwaltung und Datenschutz auf dem Programm.

Heute waren wir dann in der EFG Hemsbach eingeladen.
Von Herzen danke
für eine tolle Kollekte und die Neuigkeit, dass der diesjährige Erlös des EFG-Standes auf dem Hemsbacher Weihnachtsmarkt unserem Peru-Einsatz zugute kommen wird. Wir freuen uns sehr darüber!

10.10.2015

Mittlerweile waren wir in Heilbronn (EFG), bei ICF Freiburg und in der Evangelischen Ludwigskirche Freiburg Herdern und konnten Diospi Suyana und unseren Einsatz vorstellen. Morgen sind wir in Darmstadt bei der Evangelischen Stadtmission. Danke an alle Kirchen und Gemeinden für die Unterstützung!

Danke auch an Dr. Karin Bruder für die Spendenaktion anlässlich ihres 40. Geburtstages.

Wir freuen uns über jede Ermutigung, jedes Gebet, jede Einladung zur Vorstellung unseres Projektes, jede Anmeldung zu unserem Infobrief und natürlich jede Spendenzusage. Danke.

27.07.2015

Die regionale Stipendiatengruppe und die Freiburger Alumni der Studienstiftung des deutschen Volkes möchten uns unterstützen und laden ein:

20.10. 2015, 20 Uhr, Hörsaal 3044 der Uni Freiburg (KGIII) - Vortrag von Dr. Klaus John "Das Hospital Diospi Suyana - von der Vision zur Wirklichkeit". Moderation Dr. Miriam Boeker, ehemalige Stipendiatin der Studienstiftung. 

19.07.2015

Die Evangelische Stadtmission Darmstadt hat uns eingeladen, am 11.10.2015 Diospi Suyana und uns im Gottesdienst vorzustellen. Danke für die Einladung!

14.07.2015

Eine weitere Einladung: Am 8.11.2015 dürfen wir in der EFG Hemsbach Diospi Suyana und unseren Einsatz dort vorstellen. Vielen Dank nach Hemsbach!

27.06.2015

Die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde Heilbronn hat uns eingeladen, uns und unser Projekt am 23.08.2015 dort vorzustellen. Wir freuen uns darauf und sagen danke!

13.04.2015

Diana Marschall feiert im Juni ihren Geburtstag - und bittet ihre Gäste statt um Geschenke um Spenden für unseren Einsatz in Peru. Danke, liebe Diana und schon an dieser Stelle allen Geburtstagsspendern. Wir freuen uns sehr über diese schöne Idee.